Roverhajk und Versprechen

Am 23. August ging es für vier Rover mit dem Fahrrad nach Roermond. Letztes Jahr hatte die gleiche Fahrradtour zu einigen Komplikationen hinsichtlich kaputter Fahrräder geführt und deswegen waren wir beinahe überrascht, als wir nach nur wenigen Stunden und mit intakten Fahrrädern den Campingplatz erreichten.

Wohlbehalten waren auch Verpflegung und Zelte mit dem Auto von unserem Leiter Cesare gebracht worden. So konnten wir uns darin üben, ein normales Zelt aufzubauen, anstatt wie sonst die weißen Pfadfinderzelte. Eine Anleitung war leider nicht vorhanden, aber irgendwann hatten wir das Gefühl, es einigermaßen hinbekommen zu haben. Trotzdem fingen wir ziemlich schnell an zu bereuen, dass wir nicht das größere Pfadfinderzelt mitgenommen hatten, da wir diesen Aufbau über die Jahre perfektionieren konnten und das gewöhnliche Familienzelt nicht perfekt stand. „Für eine Nacht geht es schon“, haben wir uns gedacht und sind lieber in dem eiskalten See schwimmen gegangen, der sich direkt neben dem Campingplatz befindet.

 

Chillen auf dem Luftsofa

Nach einem lustigen Nachmittag, den wir größtenteils in den mitgebrachten Luftsofas verbrachten, gab es dann das übliche Roverlager-Abendessen, bestehend aus Kartoffeln und Würstchen. Auch die S’mores durften zum Nachtisch natürlich nicht fehlen, auch wenn wir die Schokolade vergessen hatten.

Cesares erste S’mores

Nun waren wir gestärkt und konnten uns an den eigentlichen Sinn des Lagers begeben: Das Versprechen, das jeder Pfadfinder in jeder Stufe ablegen sollte. Als Gruppe setzen wir uns mit der Frage darüber auseinander, was die einzelnen Mitglieder zu wertvollen Teilen dieser macht. Jeder für sich dachte darüber nach, was Pfadfindersein für ihn oder sie konkret bedeutet, da wir alle schon seit mehr oder weniger dem Anfang dabei sind und dementsprechend schon viele unterschiedliche Vorstellungen von Pfadfindersein sammeln konnten.

Als es dunkel wurde, legten wir alle gemeinsam unser Versprechen ab, natürlich nicht ohne die passenden Lieder, die wir mehr oder weniger gut über die Bühne brachten (wer uns Rover kennt, der weiß, dass das mit dem Singen immer eher „weniger“ als „mehr“ ist, aber der gute Wille dazu ist immerhin vorhanden).

Da wir alle müde waren, ging es relativ schnell ins Zelt. Die Nacht verbrachten wir unterschiedlich gut, bis schließlich um halb fünf das Zelt zusammenkrachte und wir alle wach wurden, halb begraben. Wir hätten uns im Nachhinein doch ausführlicher damit beschäftigen sollen, wie man gewöhnliche Zelte aufbaut, anstatt auf unsere Fähigkeiten zu vertrauen. Das Wetter schien aber gut und nachdem wir die panische Suche nach einer Brille auf Grund der Dunkelheit aufgegeben hatten, beschlossen wir, ohne Zelt weiterzuschlafen.

Am Morgen mussten wir dann immerhin nicht mehr so viel abbauen (fast alles hat seine guten Seiten).

Das Frühstück war schnell verputzt und die Sachen noch schneller wieder abgebaut. Wir machten uns dann relativ zeitig auf den Weg in Richtung Deutschland. Zwischenstopp wurde nur kurz eingelegt, um niederländische Spezialitäten zu verzehren. So endete unser Verprechenslager bereits um kurz vor eins wieder in Erkelenz.

Auf dem Heimweg

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