Pfingstlager 2018: DiLa „Zeitlos“

Wieder stand unser alljährliches Pfingstlager an, diesmal war es ganz besonders herbeigesehnt und erwartet. Der DV Aachen der DPSG hatte nach neunjähriger Pause wieder ein Diözesanlager im Haus Sankt Georg in Watern angeboten, diesmal unter dem Motto „Zeitlos“.

Den etwas gewöhnungsbedürftigen, aber sehr eindringlichen Lagersong in den Ohren, fanden sich Wös, Juffis, Pfadis, Rover und Leiter voller Erwartung in Tüschenbroich ein, um dann gemeinsam zu dem vom Vortrupp bereits teilweise eingerichteten Lagerplatz zu laufen.

Nachdem alle Zelte standen und das überwältigend große Partyzelt begutachtet worden war, konnten wir uns alle gemeinsam mit den über 1700 Pfadfindern mit Hotdogs stärken und einer erste Runden Menschenkicker spielen. Der Abend wurde durch Stockbrot, Marshmallows und dem obligatorischen Singen am Lagerfeuer sehr schön abgerundet und irgendwann freuten sich alle auf eine erste Nacht im Zelt.

Diese fiel allerdings dank des benachbart lagernden Rheinbezirks für die meisten ziemlich kurz aus. Trommeln, Gitarren und ein mitgebrachtes Klavier ließen es bis in die frühen Morgenstunden nicht zu, dass es eine erholsame Zeltnacht wurde.

Nachdem wir dann immerhin erfrischende drei Stunden zwischen Klavier und Frühstück geschlafen hatten, waren wir alle hochmotiviert auf den kommenden Tag. Kaffee am frühen Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Das DiLa wurde außer durch den Song durch Bi-Pi eingeleitet, der mit einem Toilettenhäuschen aus der Vergangenheit gekommen war und gespannt sehen wollte, wie sich die Pfadfinder seit seiner Zeit entwickelt hatten.

Nun konnte es endlich mit den Workshops losgehen, die für diesen Tag vorgesehen waren und sich ganz mit der Vergangenheit und der Gegenwart beschäftigten. Alle Altersstufen konnten sich frei auf dem Platz bewegen und ausprobieren, worauf sie Lust hatten: So wurden Schwedenstühle gebaut, kolumbianische Tänze gelernt, gekocht, gegessen und geschminkt: Es war für jeden etwas dabei und so haben wir uns alle über den ganzen Tag verteilt.

Erste Kontakte mit anderen Stämmen und Bezirken wurden geschlossen und nicht einmal die Pfadistufe schien enttäuscht darüber zu sein, dieses Mal keine Schweizer treffen zu können.

Besonders gut kam bei allen „Bi-Pis Büdchen“ an, ein liebevoll hergerichteter Kiosk, bei dem alle sich für kleines Geld Süßigkeiten kaufen konnten. Es lohnte sich ebenfalls, dem Scout-Shop einen Besuch abzustatten: Nicht bloß einer von uns hat sein Taschengeld in Aufnäher und Coffee-to-go-Becher investiert.

Durch Burger, die ab jetzt hoffentlich zu unserem Essensrepertoire gehören werden (große Bitte an die Küche), waren abends dann alle wieder bereit und konnten es sich mit Tschai-Tee vor dem Lagerfeuer gemütlich machen. Mehr als einmal erklang am Samstagabend „Fix you“ und „Irische Segenswünsche“. Vergleichsweise früh ging es für die meisten zu uns in die Schlafsäcke und alle waren froh, dass diese Nacht ohne große Zwischenfälle von statten ging.

Für unsere Pfadistufe stand am nächsten Morgen ein Gottesdienst auf dem Plan, während alle anderen in Ruhe frühstücken konnten. Sie hatten ein Bild zu einem Wettbewerb zu „St. Georg Heute“ gemalt und mit ihrer Einsendung gewonnen. Unerwähnt soll hier bleiben, wie viele weitere Einsendungen es gab ;-). Nun gebührt uns Ruhm und Ehre, und unser Bild hat einen Ehrenplatz in der Kapelle des Haus St. Georg. Außerdem können sich unsere Pfadis auf ein Wochenende am Rursee freuen, welches als Preis ausgeschrieben war.

Unser Siegerbeitrag

Ansonsten stand der Sonntag ganz unter dem Motto „Zukunft“. Die verschiedenen Stufen hatten ihr eigenes Programm: So konnten sich die Wölflinge durch AGs mit den Technologien der Zukunft auseinandersetzen, indem sie beispielsweise Einblicke ins Programmieren bekamen, das Haus der Zukunft bauten, oder sich selbst mit Hilfe der Entspannungsjurte für ihre eigene Zukunft wappneten. Die Juffis waren in der Stadt Wegberg unterwegs um Zeitlos-Materie zu Sammeln und den Bösewicht zu besiegen, der die Zukunft grau und langweilig machen wollte. Ganz dem Alter der Pfadis angemessen, konnten diese den Tag in einem am Samstag gebauten Chillout-Café verbringen. Freiwilliges Programm stand ihnen auf dem Platz zur Verfügung, sodass jeder, der noch Energie und Motivation übrighatte, den Tag produktiv nutzen konnte. Die Rover schließlich wurden ins Jahr 2050 und auf den Mars versetzt. Durch einen Postenlauf hatten sie die Aufgabe, die Kommunikation wiederherzustellen und Hilfsmittel zusammenzustellen, die ihnen den Rückflug auf die Erde ermöglichte.

Durch die Trennung der Stufen wurde der Sonntag von den meisten von uns genutzt, um Gleichaltrige kennenzulernen. Wir konnten wieder einmal feststellen, wie viele ähnlich eingestellte Menschen es gibt, die es verstehen, wenn man nicht davon aufhören kann, begeistert von nach Abenteuer duftenden Klamotten und kalten Nächten im Zelt zu erzählen.

Am späten Nachmittag traf sich unser Stamm wieder und wir gingen gemeinsam ins Partyzelt zu der Cover-Band „Rookie“, die die Rover bereits auf dem „Ronanza“ kennen und mögen gelernt hatten. Entsprechend begeistert waren wir auch, sie wiederzutreffen. Der letzte Lagerabend stand ganz im Zeichen von „Green Day“, „Kraftklub“ und anderen Rockbands. Am Partyzelt konnten sich Getränke, Knabbereien uns Wassereis besorgt werden und so war für alles gesorgt. Wem diese Musik zu laut oder zu anstrengend war, konnte den Abend auch gemütlich in unserer Jurte ausklingen lassen.

Schon war der letzte Lagermorgen angebrochen, durch alle mit einem Geburtstagsflashmob für Stephan eingeleitet. Er hat schon anfängliche Deals für Hochzeitvideos geschlossen, denn allzeit bereit wie man als guter Pfadfinder ist, hatte er sofort sein Handy zur Hand und konnte unsere frühsportlichen Aktivitäten filmen.

Der Aachener Bischof kam mitsamt Bischofshut und Stab zum Partyzelt und hielt gemeinsam mit einigen anderen Geistlichen einen Gottesdienst ab. Dann war schon die Zeit für den offiziellen Abschluss des Lagers gekommen. Bi-Pi war stolz darauf, wie sich die Pfadfinder entwickelt haben und konnte sich guten Gefühls wieder in seine Zeit begeben. Ein letztes Mal wurde der Lagersong gespielt, den wir sicher nie wieder aus unseren Ohren bekommen werden. Nach dem obligatorischen „Nehmt Abschied Brüder“ machten wir uns mit gemischten Gefühlen auf dem Weg zum Zeltplatz, um unser Lager wieder abzureißen. Auch darin haben wir mittlerweile Übung, auch wenn der mangelnde Schlaf vor allem unseren Wös sichtlich zugesetzt hat. Eineinhalb Stunden später sah es so aus, als hätten wir dort nie diese vier ereignisreichen Lagertage verbracht.

Es wurden noch die sehr schönen Aufnäher des DiLa an alle verteilt und schon ging es wieder zurück nach Tüschenbroich. Dort warteten die Eltern schon gespannt auf ihre nach Abenteuer duftenden und müden, aber begeisterten und aufgeregt plappernden Kinder. Das Lager wird noch lange für Gesprächsstoff sorgen und uns sehr positiv in Erinnerung bleiben!

Großer Dank geht an alle, die in den vergangenen zwei Jahren dieses große Event organisiert hatten, vor allem an die drei Diözesanvorsitzenden. Man hat gemerkt, wie viel Arbeit ihr darein gesteckt hat und sind alle restlos begeistert von dem, was wir dort erleben konnten.

Unsere Leiter haben dafür gesorgt, dass alles glatt lief und das mittlerweile eingespielte Küchenteam von Iris und Franz hat uns jederzeit kulinarisch bestens versorgt. Vielen Dank an alle und Döp, döp, dödöp. Allzeit bereit!

Die Fotos vom DiLa findet ihr hier.

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